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Donnerstag, 24. Januar 2019

Ein sicherer Erfolg für die deutsche Nationalmannschaft

Berlin/Köln - Mit dem Erreichen des Halbfinales in Hamburg hat die deutsche Handball-Nationalmannschaft alle Erwartungen übertroffen. Schon vor dem letzten Hauptrundenspiel machte die DHB-Sieben den Einzug in die Vorschlussrunde perfekt und erwartet nun einen skandinavischen Gegner. Was auch immer im Halbfinale geschieht – für den deutschen Handball war das Turnier schon jetzt ein großer Erfolg.

 

Großer Zuspruch in Berlin und Köln

Das Wintermärchen der deutschen Handball-Nationalmannschaft ist noch vielen Menschen in Erinnerung, die 2007 die Spiele des DHB verfolgten. Als sich die Mannschaft um Henning Fritz, Markus Baur und Pascal Hens daheim zum Weltmeister krönte, feierten dies Millionen Zuschauer in den Hallen und vor dem Fernseher. Elf Jahre später hoffen alle Beteiligten, dass wieder gefeiert werden darf. Abermals findet eine Weltmeisterschaft in Deutschland statt – auch wenn sie diesmal mit dem überaus sympathischen Nachbarstaat Dänemark geteilt wird. Frühestens mit dem Erreichen des Endspiels würde die DHB-Auswahl allerdings das Land verlassen und in Herning einkehren. Vier Spielorte in Deutschland machten das Ereignis noch lange vor einem möglichen Endspiel zu einem wahren Highlight. Die deutsche Vorrundengruppe gegen die Nationalmannschaften aus Korea, Brasilien, Russland, Frankreich sowie Serbien wurden in der Hauptstadt Berlin ausgetragen.Die Heimat der Füchse wurde zur Festung der Mannschaft von Christian Prokop, die sich ungeschlagen in die Hauptrunde spielte und dabei eigentlich auch die Unentschieden gegen Russland und Frankreich hätte vermeiden können.


Vor der Hauptrunde stand schließlich ein Umzug an. Aus Berlin ging es nach Köln, was trotz Abwesenheit eines Bundesligaklubs als eine der Handball-Hauptstädte gelten kann. Das liegt insbesondere am Final Four der Handball Champions League, das stets am Rhein ausgetragen wird. Die Lanxess Arena bietet mit ihren 19.500 Zuschauerplätzen perfekte Bedingungen und die größte Arena der Weltmeisterschaft. In der Hauptrunde trugen die Fans den DHB regelrecht durch die Partien – stets war die Halle, wie schon in den letzten Spielen beim Erfolg 2007, ausverkauft. Nach Siegen gegen Island und Kroatien hieß das nächste Ziel also bereits frühzeitig Hamburg, ebenfalls mit dem Final Four des deutschen Pokals ein beliebter Ort auf der Landkarte. Da sich München auch ohne deutsche Beteiligung als exzellenter Gastgeber mit viel Begeisterung rund um die Vorrundenspiele präsentierte, gab Deutschland insgesamt ein tolles Bild ab, das in der Handball-Welt registriert wurde.

Erfolgreiches Abschneiden unabhängig vom Ergebnis

Klar ist nun, dass es definitiv ein skandinavisches Turnierende geben wird, wie auch immer geartet. Denn als Gegner der deutschen Mannschaft kommen nur das vom Kapitän laut kicker favorisierte Dänemark, Schweden und Norwegen infrage. Dänemark ist zwar am stärksten einzuschätzen, dürfte aber mit dem Heimvorteil in Hamburg eher zu schlagen sein als in einem möglichen Endspiel in Herning. Vor dem Turnier war die Favoritenrolle bei Betway noch klar an Frankreich doch nach den Eindrücken der bisherigen Weltmeisterschaft ist der Titelverteidiger alles andere als unschlagbar. Schon der dritte Platz bei der Europameisterschaft 2018 zeigte, dass sich einige Franzosen mittlerweile vielleicht über ihrem Zenit bewegen. Dazu kommt die Verletzung von Nikola Karabatic, der das Team über Jahre hinweg führte, sowie die Rücktritte von Daniel Narcisse und Thierry Omeyer. Schon in der Vorrunde hätte Deutschland den Nachbarn eigentlich schlagen müssen, im Halbfinale könnte diese Aufgabe eines der skandinavischen Teams übernehmen.


Unabhängig davon, auf welche Gegner die deutsche Mannschaft letztlich trifft, kann sie schon jetzt ein erfolgreiches Turnier verbuchen. Wohl nur die kühnsten Optimisten erwarteten eine Podestplatzierung vom DHB. Ex-Nationalspieler Holger Glandorf erklärte im Spiegel, dass die Euphorie meist erst dann groß wird, wenn Deutschland weit kommt. In diesem Jahr schien es deutlich früher der Fall zu sein, wenn man auf die Euphorie in Berlin blickte. Dennoch schieden sich die Geister um eine Mannschaft, welche die vergangenen beiden großen Turnieren nur auf einem letztendlich enttäuschenden 9. Platz beendete. Seit dem Heimturnier 2007 wartete Deutschland bei Weltmeisterschaften auf eine Halbfinalteilnahme, die nun ausgerechnet unter einem Trainer erreicht wurde, der nach einer verkorksten Europameisterschaft fast gefeuert worden wäre. Doch statt sich intern zu zerfleischen, rissen sich die Verantwortlichen zusammen und stellten sicher, alles für das gemeinsame Ziel in die Waagschale zu werfen. Mit Erfolg, wie das bisherige Turnier eindrucksvoll zeigte. Die neue Stärke der deutschen Mannschaft zeigte sich insbesondere in den schwierigen Spielen.


Gegen Frankreich zeigte das Team eine großartige Leistung und verdiente sich mehr als einen Punkt. Auch wenn man sich in den Schlusssekunden den kaum verdienten Ausgleich fing, waren die 60 Minuten zuvor fast perfekter defensiver Handball. Mit dem Leitspruch "Defense wins championships" trat man auch in der Hauptrunde gegen Kroatien an. Die Männer von der Mittelmeerküste benötigten einen Sieg, um im Turnier zu verbleiben, während Deutschland bereits das Halbfinale klar machen konnte. Die Defensive stand lange Zeit bombensicher und war am Ende die Grundlage für den knappen Erfolg mit einem Tor Differenz. Die Spielweise machte nicht nur für das laufende Turnier in Deutschland und Dänemark Hoffnung, sondern auch für die kommenden Jahre, wenn es zur EM 2020 nach Norwegen, Schweden und Österreich sowie zur WM 2021 nach Ägypten geht.

 

 

- Quelle: Betway

- Foto: Twitter: https://pbs.twimg.com/media/DxdUMoJU8AAuKfb.jpg

 


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