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Freitag, 01. Februar 2019

Zu Besuch in der „Herzkammer der Chemieindustrie“

Rot trifft Orange: die SPD-Landtagsfraktion – vertreten durch ihren Vorsitzenden Thomas Kutschaty (3.v.r.), seinen Stellvertreter Marc Herter (l.) und die parlamentarische Geschäftsführerin Sarah Philipp (r.) – und Leverkusens Oberbürgermeister Uwe Richrath (2.v.l.) zu Besuch bei Currenta – vertreten durch Geschäftsführer Dr. Günter Hilken (3.v.l.) und Gesamtbetriebsratsvorsitzenden Detlef Rennings (2.v.r.).

Leverkusen - Regelmäßig waren und sind in den Chempark-Standorten Landes- und Bundespolitiker zu Gast. Der Besuch der SPD-Landtagsfraktion in dieser Woche war aber eine Premiere: Nutzten die Politiker doch den Besuch in Leverkusen zudem zu einer Fraktionssitzung.

Nach einer Rundfahrt durch den Chempark-Standort Leverkusen, der über 30.000 Menschen Arbeit bietet, war man sich nicht nur in einem Punkt einig: Das Land und die Menschen profitieren von einem im globalen Wettbewerb starken Chemiestandort in Nordrhein-Westfalen.

Kutschaty: „Rhein-Ruhrgebiet ist Herzkammer“
SPD-Fraktionschef Kutschaty nahm dabei Bezug auf die Arbeitsplätze: „Für uns ist klar: Unser Bundesland ist dringend auf eine starke Chemieindustrie, die sich im globalen Wettbewerb behaupten kann, angewiesen. Dabei ist das Rhein-Ruhrgebiet die Herzkammer. Hier muss es auch weiterhin Forschung, Entwicklung und Produktion im großen Stil geben. Das ist die Voraussetzung für faire Löhne und langfristig gesicherte Arbeitsplätze.“

Energiewende gemeinsames Thema
Currenta-Geschäftsführer Dr. Günter Hilken schlug den Bogen zur Energiewende und betonte, dass auch die chemische Industrie in Deutschland weiterhin ihren Teil dazu beitragen wird. Er berichtete vom seit 1990 gesunkenen Energiebedarf in der deutschen Chemie (20 Prozent weniger) bei gleichzeitiger Produktionssteigerung (60 Prozent mehr) und führte die im Chempark hergestellten Produkte, die bei der Nutzung im Alltag teilweise ein vielfaches der bei der Produktion eingesetzten Energie einsparen, als weiteres Beispiel an.

Hilken betonte aber auch die Bedeutung der Energiepolitik für den Chempark-Manager und Betreiber Currenta: „Im Bereich der Energieeffizienz ist die gesamte Branche schon aus eigenem wirtschaftlichem Antrieb äußerst aktiv und auch erfolgreich. Wir erkennen unsere Verantwortung im Zusammenhang mit dem Klimaschutz absolut an, allerdings müssen auch weiterhin die energiepolitischen Rahmenbedingungen stimmen.“

Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) im Fokus
So machte Hilken deutlich: „Eine sichere und bezahlbare Versorgung mit Strom und Dampf rund um die Uhr ist im Chemiepark unerlässlich. Für die Erzeugung dieser Energien direkt an unseren Standorten eignet sich Kraft-Wärme-Kopplung besonders gut. Sie ist besonders effizient und stellt zudem im Gesamtsystem eine sinnvolle Ergänzung zu den Erneuerbaren dar. Denn die KWK-Anlagen werden in unserem Chempark durch ergänzende Dampferzeuger sogar flexibel gefahren. Über dieses Konzept tragen die Anlagen zur Stabilisierung des deutschen Stromnetzes bei, noch verstärkt durch teilweise strombasierte Wärmeerzeugung. Aus diesem Grund ist der Erhalt dieser KWK-Technologie höchst relevant für uns.“

Auch für den Currenta-Gesamtbetriebsratsvorsitzender Detlef Rennings sind die Sicherung der Arbeitsbedingungen und Arbeitsplätze besonders wichtig, dies gehe nur unter dem Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit des Standortes Er äußerte einen Wunsch an die Politik: „Unsere Fachkräfte sind alle hervorragend ausgebildet und machen ihren Job unter guten mitbestimmten Bedingungen, das soll auch so bleiben. Deshalb wollen wir, dass auch in Zukunft in Deutschland zu fairen Bedingungen in der chemischen Industrie produziert wird. Ich wünsche mir, dass die Politik gemeinsam mit der Industrie die Energiewende gestaltet. Davon profitieren nicht nur Unternehmen und Fachkräfte, sondern aufgrund der Bedeutung von Umweltschutz und Ressourcenschonung hier in Deutschland am Ende wir alle.“

Ein Wunsch, den Kutschaty zum Ende des Termin gerne erfüllen möchte: „Wir wollen, dass die Herausforderungen des Klimaschutzes und beim Ressourcenverbrauch mit der Industrie und nicht gegen sie bewältigt werden.“ Der SPD-Fraktionschef sieht darin auch eine Chance für Investitionen und neue Jobs. Er gibt das Ziel vor: „Hier muss es auch weiterhin Forschung, Entwicklung und Produktion im großen Stil geben. Das ist die Voraussetzung für faire Löhne und langfristig gesicherte Arbeitsplätze. Verlagerung der Produktion in andere Teile der Welt führt nur zu mehr Umweltverschmutzung und Ausbeutung.“

 

- Quelle/Foto: Currenta GmbH & Co. OHG


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