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Dienstag, 12. März 2019

Studienergebnis: Unternehmerisch tätige Menschen haben Freude am Wettbewerb

Wuppertal - Unternehmerisch tätige bzw. veranlagte Menschen haben Freude am Wettbewerb an sich. Dabei geht es ihnen nicht nur darum, zu gewinnen, sondern auch um das Konkurrieren selbst. Zu diesem Ergebnis kommt ein internationales Forschungsteam unter Leitung der Bergischen Universität Wuppertal und Beteiligung des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung in einer gerade veröffentlichten Studie.

Sind Unternehmerinnen und Unternehmer wettbewerbsfreudiger als andere Menschen? Diese Frage stand im Mittelpunkt eines Experiments, das die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in einer Wuppertaler Einkaufspassage durchgeführt haben. Passantinnen und Passanten wurden zu einem Spiel eingeladen, bei dem es Geldbeträge zu gewinnen gab. Während des Spiels konnten sie entscheiden, für sich alleine oder im Wettbewerb mit anderen zu spielen. Eine weitere Besonderheit: Da es sich um ein Würfelspiel handelte, war der Anreiz ausgeschlossen, aufgrund eigener Fähigkeiten gewinnen zu können und dadurch Überlegenheitsgefühle zu erleben. „Bei der Studie zeigte sich, dass Frauen und Männer, die aktuell beruflich selbstständig sind oder ehemals unternehmerisch aktiv waren, eher die Möglichkeit wählten, gegen andere zu spielen“, berichtet Prof. Dr. Diemo Urbig vom Jackstädtzentrum für Unternehmens- und Innovationsforschung. Zudem sei die Entscheidung für den Wettbewerb nicht auf Risikoeinstellung oder übermäßigen Optimismus zurückzuführen. „Wir werten dies als Beleg dafür, dass unternehmerische Persönlichkeiten jenseits von Gewinnstreben und Leistungsorientierung Freude am Wettbewerb finden und schlichtweg Spaß daran haben, in Konkurrenz zu anderen zu stehen“, so der Wissenschaftler.

Das Experiment zeige darüber hinaus, dass dieser Effekt auch auf Personen zutreffe, die noch nicht unternehmerisch aktiv sind oder waren, aber dies in Zukunft beabsichtigen, ergänzt Prof. Dr. Werner Bönte. „Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Wettbewerbsneigung von Menschen dazu führt, dass insbesondere wettbewerbsorientierte Menschen berufliche Selbstständigkeit und Unternehmertum als attraktiv wahrnehmen und daher auch eher ein eigenes Unternehmen gründen“, sagt der Wissenschaftler, der ebenfalls am Jackstädtzentrum arbeitet. Beide Forscher betonen jedoch, dass es natürlich viele weitere Faktoren gibt, welche die Tendenz beeinflussen, dass jemand unternehmerisch tätig wird. „Dieser Liste kann nun die Freude am Wettbewerb hinzugefügt werden“ ergänzt Prof. Dr. Vivien Procher vom RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung.

 

- Quelle/Foto: Bergische Universität Wuppertal


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