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Mittwoch, 13. März 2019

Was macht Fortuna Düsseldorf aktuell anders als im Abstiegsjahr 2013?

Am 18. Mai 2013 ist Fortuna Düsseldorf in Hannover in der AWD Arena abgestiegen. Trost spendete seinerzeit Andreas Lambertz, Düsseldorfs Axel Bellinghausen. Vor rund sechs Jahren hatte zum jetzigen Zeitpunkt Fortuna Düsseldorf in der Bundesliga-Saison zwei Punkte mehr und stieg dennoch am Ende ab. Heute gestalten sich die Vorzeichen etwas günstiger, was vor allem in der Ruhe im Umfeld liegt, als auch am Teamgeist.


Wie war das 2013?
Genau am 18. Mai 2013 sitzt Axel Bellinghausen in der Arena auf dem Rasen und weint. Obwohl er selbst untröstlich scheint, versucht sein Freund und Kumpel „Lumpi“ Lambertz ihn zu trösten. Nach nur einem Jahr ist Fortuna Düsseldorf in der Fußball-Bundesliga wieder abgestiegen. Eine hervorragende Ausgangslage wurde vom Team damals in den letzten 12 Spielen wieder verspielt. Vor genau diesem Samstag vor 6 Jahren begann alles. Wie so oft warnten auch die Pessimisten in dieser Saison vor einer ähnlichen Entwicklung, obwohl eine negative Tendenz gar nicht absehbar war. Es war eine beispiellose Negativserie 2013 aus 3 Remis und 9 Niederlagen. Sie führten dazu, dass Fortuna am 34. Spieltag auf dem direkten Abstiegsplatz stand. Und das auch noch zum ersten Mal in der ganzen Saison. Fortuna war nie tiefer als bis auf Rang 16 in der vorletzten Runde gestürzt.

In Fortunas Umfeld zeigen die Unkenrufe trotzdem mit erhobenem Finger warnend auf das Jahr 2013, nicht von ungefähr, denn die nackten Zahlen bestätigen ihren Pessimismus. 2013 hatte Fortuna 12 Zähler und 27 Punkte Vorsprung auf den ersten direkten Abstiegsplatz. Momentan sind es im direkten Vergleich dazu „nur“ 11 und 25. Vor allem aber sind es zwei Faktoren, welche gegen eine ähnliche Entwicklung sprechen. Das Zauberwort heißt hier: „Ruhe im Umfeld und Teamgeist in der Mannschaft“.

Spricht man mit den Beteiligten aus 2013, heißt es hinter vorgehaltener Hand, dass vor allem genau diese weichen Faktoren den Abstieg verursacht hätten. Im Winter wurde der so schon große Kader mit Martin Lattka, Genki Omae, Robert Tesche, Mathis Bolly und Christian Ramirez aufgebäht, worunter der Gemeinschaftssinn stark litt. Die zu diesem Zeitpunkt stark aufspielenden Dani Schahin, Fabian Giefer und Robbie Kruse wurden in der Rückrunde stark umworben, von meist größeren Vereinen, dadurch verloren sie ein wenig den Fokus, wie Manager Wolf Werner später erklärte.

So gesehen schwebte über allem eine gewisse Unruhe im Umfeld. Verantwortlich dafür war ihr Trainer Norbert Meier, welcher sich genau in dieser Phase von seiner Frau trennte. Im Grunde ein immer wiederkehrender Vorgang im Leben, wenn es in dieser Zeit nicht gerade teils skurrile Folgen für die Spielervorbereitung und Kadernominierung gehabt hätte, wie auch schon der Manager Werner später berichtete. Die Geschichten von Trainer Meiers Privatleben, die in Düsseldorf für Negativschlagzeilen sorgten waren zu dieser Zeit auch nicht gerade hilfreich. Selbst die Tatsache, dass die Märchen frei erfunden waren, war für das Gesamtgefüge nicht gerade hilfreich. Die ruhige Hand des damaligen Vorstandsvorsitzenden und jetzigen DFB- Vizepräsidenten Peter Frymuth, die immer ein guter Wegweiser war, erwies sich in jenen Wochen mehr als Nachteil, zumal die Trennung von Meier unausweichlich erschien.


Wie soll es jetzt laufen?
Fortuna hat ihren Nebenkriegsschauplatz in dieser Saison schon geschlossen. Zwar wird die Posse um Trainer Friedhelm Funkel im Bereich einer Vertragsverlängerung intern weiter aufgearbeitet, was jedoch keinen Einfluss auf das sportliche Geschehen hat. Wenn es überhaupt einen Einfluss hat, dann auf jeden Fall einen positiven Einfluss. Zu hören ist aus dem Mannschaftskreis, dass die Gerüchteküche den sportlichen Bereich im Verein noch enger vereint hat. Hinzu kommt, dass die drei Neuzugänge Markus Suttner, Jaroslav Drobny und Dawid Kownacki als voll integriert gelten. Diesen jetzigen Teamgeist hat Fortuna ihrer Konkurrenz – vor allem in Hannover und Stuttgart voraus.

Weiterhin zu erwähnen ist, dass vor der Saison der Kader unter Federführung des qualifizierten Leiters der Scountingabteilung Uwe Klein, wesentlich sorgfältiger zusammengestellt wurde, als z. B. in der Hektik des Aufstiegs 2012. Die Last wird jetzt auf mehrere Schultern verteilt und somit ist Fortuna auch nicht mehr abhängig von Einzelspielern, wie es 2013 war.

Hinzu kommt, dass Fortuna seine Krise schon in der Hinrunde hinter sich hatte, da er als Aufsteiger mit einer Heimniederlage gegen Leverkusen, weiteren 6 Ligaspielen in Serie damit ans Tabellenende stürzte. Kein Wunder also, dass die sogenannten „Experten“ bereits tönten und von einem voraussagenden Niedergang Fortunas sprachen, mit den Worten: „Der Niedergang war ja von Anfang an klar“. Ein Trugschluss, denn Funkels Spieler meisterten die Krise, schweißten sich noch fester zusammen und kamen gestählt aus der Krise wieder raus. 2019 war das Team bereits in der Versenkung verschwunden und wusste aber wie man da wieder nach oben kommt. Ganz anders als die Spielerkollegen von 2013, von denen lediglich noch Kapitän Oliver Fink und sein Vertreter Adam Bodzek die Stange bei Fortuna hochhalten und außerdem von den Fehlern der damaligen Zeit berichten können. So gesehen kann man davon ausgehen, dass sich das peinliche Spielergebnis von vor 6 Jahren in diesem Jahr nicht wiederholen wird.


Wer nicht wagt, der nicht gewinnt – Wetten auf Fortuna Düsseldorf
Es ist völlig klar, dass zu den eigentlichen Spielen auch Fußballwetten abgeschlossen werden. Jeder hat da so seine Favoriten und hofft, dass sie gewinnen, was dann ja auch die Kasse klingeln lässt. Mitunter kann schon mal ein sehr guter Treffer erzielt werden. Wie sagt ein Sprichwort: „Der Versuch macht klug“. Also dranbleiben! Auf dieser Seite befindet sich eine Übersicht mit Bookies, bei denen man auf Fortuna Düsseldorf wetten kann.

Trainer Funkel arbeitet am größten Coup seiner Karriere
Vorzuweisen wäre da schon mal seine Bilanz als Spieler, mit dem DFB Pokalsieg 1985 mit Bayer Uerdingen. Durch das Finale gegen Bayern München mit einem 2: 1 und noch viele weitere Erfolge. Als Trainer feierte der einstige Mittelfeldspieler Funkel alleine sechs Aufstiege-Rekord. Dem heute 65-Jährigen würde aber vor allem eines in Erinnerung bleiben, der Klassenerhalt. Dieser hätte den größten Stellenwert in meiner Karriere, sagte Funkel nach dem 3: 0 seiner Fortuna Mannschaft gegen den VFB Stuttgart. Spätestens seit dem Wirbel bei Fortuna um seine Vertragsverlängerung genießen Düsseldorf und Funkel bundesweit große Aufmerksamkeit. So wurden die Beobachter beim letzten Spiel einmal mehr überrascht, was der erfahrene Coach aus seinen Jungs spielerisch herausholt. Nach 21 Spielen 25 Punkte und 10 Zähler Vorsprung auf den Relegationsplatz. 11 auf einen direkten Abstiegsplatz sind es schon. Der leidenschaftliche Karnevalist Funkel, aus Neuss stammend, feiert im sportlichen Bereich nie zu früh, da man mit 25 Punkten noch leicht absteigen kann, so brauchen wir noch einige weitere Siege und dafür muss man hart trainieren und arbeiten.

Leider muss Fortuna Düsseldorf bis auf weiteres auf den Torhüter Jaroslav Drobny verzichten, da sich der 39-Jährige im Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg einen Mittelhandbruch zugezogen hat.


- Quelle: OZ

- Foto: https://www.freeimages.com/photo/napoli-cagliari-palermo-bari-1551492  / Krisztián Hoffer


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