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Samstag, 06. Juli 2019

"Tag der deutschen Imkerei" feiert 20. Geburtstag

Wachtberg (ots) -  Unter dem Motto "Deutscher Imkerbund - Vielfalt x 3 - Bienen, Pflanzen, Honig" beteiligen sich am 6./7. Juli in diesem Jahr deutschlandweit gut 400 Vereine am "Tag der deutschen Imkerei". Im Jahr 2000 rief der Deutsche Imkerbund e.V. (D.I.B.) zum ersten Mal seine Mitgliedsverbände auf, sich an dieser Aktion zu beteiligen. Weil es über Jahrzehnte in Deutschland immer weniger Imker gab und dringend Nachwuchs gebraucht wurde, entstand die Idee dieses Imker-Wochenendes im Namen der Bienen. In diesem Jahr feiert der "Tag der deutschen Imkerei" nun bereits sein 20-jähriges Jubiläum und das Thema ist aktueller denn je. Wild- und Honigbienen gehören zur artenreichsten Klasse des Tierreichs, den Insekten. Aber vielen Bienenarten fehlt es an Nahrung und geeigneten Lebensräumen. Und das liegt größtenteils an uns Menschen selbst. Damit die Anzahl an wichtigen Bestäubern nicht weiter abnimmt, muss ein Umdenken erfolgen.

Dem D.I.B. mit seinen knapp 3.000 Imkerortsvereinen ist es wichtig zu vermitteln: Nicht jeder muss Imker werden, um Bienen zu helfen. Läuft man heute durch Eigenheimsiedlungen, so stellt man mit Entsetzen fest, dass immer mehr Schottergärten entstehen und das, obwohl viele Gärtnereien und Gartencenter mittlerweile für das Thema Bienenweide sensibilisiert sind und dementsprechend beraten können. Hier muss schnellstmöglich gehandelt werden. Der D.I.B. appelliert deshalb an die Verantwortung der Kommunen und Gemeinden, entsprechende Auflagen zu formulieren und zu bedingen und hat unter anderem den Deutschen Städtetag um Unterstützung gebeten, sich für eine flächendeckende, insektenfreundliche Begrünung stark zu machen. "Da viele der Probleme, die unsere Bienen haben, von Menschenhand gemacht sind, müssen diese auch durch unser Tun und Handeln wieder beseitigt werden. Darin sehen wir unsere Verantwortung" stellt Olaf Lück, Geschäftsführer des D.I.B., klar.

Honigbienen haben gegenüber Wildbienen einen Vorteil: Denn sie werden von Imkern betreut. Dieser erkennt, wenn etwas im Argen liegt und kann in gewissem Rahmen gegensteuern. So werden Krankheiten behandelt, bei fehlender Futterversorgung gefüttert oder an Trachtquellen gewandert. Dieses ist bei den für die Bestäubung der Pflanzen ebenso wichtigen Wildbienen nicht möglich. Sie müssen mit dem leben, was im Umkreis ihres meist sehr geringen Flugradius zur Verfügung steht.

Es gibt aber mittlerweile auch immer mehr beispielhafte Initiativen - sowohl im ländlichen als im städtischen Bereich, die zeigen, dass es anders und besser geht. Diese sollen durch solche Aktionstage wie dem "Tag der deutschen Imkerei" unterstützt und bekannt gemacht werden, damit eine möglichst große Breitenwirkung entsteht. Jeder kann Bienen am besten helfen, wenn z. B. bewusst auf eine bienenfreundliche Gestaltung des Gartens, der Terrasse oder des Balkons geachtet und keine chemischen Pflanzenschutzmittel verwendet werden. Der D.I.B. hält dazu auf seiner Homepage nützliche Informationen und Links bereit.

Natürlich gibt es bei Imkerinnen und Imkern am Aktionswochenende neben vielen fachlichen Tipps zur Gartengestaltung und Bienenhaltung auch leckeren, frisch geernteten Honig zu kosten. In vielen Regionen ist die Ernte ins Honigglas gefüllt und was ist leckerer als frischer, naturbelassener Honig aus der Heimat. Mehr zum Thema Bienen und Honig unter www.deuscherimkerbund.de.

Der Deutsche Imkerbund e.V. (D.I.B.) zählt als Dachverband seiner 19 Mitgliedsverbände derzeit über 120.000 Mitglieder, die rund 830.000 Honigbienenvölker überwiegend im Freizeit- und Nebenerwerbsbereich betreuen. 

 

- Quelle: OTS: Deutscher Imkerbund e. V.

- Logo: Deutscher Imkerbund e. V.


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