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Freitag, 24. Januar 2020

Weitere „Hin-Gucker“ für die Karnevalstage gesucht

Langenfeld - „Wir suchen Sie als weitere Hin-Gucker, um das erfolgreich gestartete Projekt aus 2019 weiter auszubauen“, lautet der Aufruf von Katharina Schenk aus dem städtischen Jugendschutz vor der diesjährigen Karnevals-Session.

 

Bei den „Hin-Guckern“ handelt es sich um ehrenamtliche Erwachsene, die sich an Örtlichkeiten aufhalten an denen Jugendliche feiern. Dort halten sie sich als Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner bereit. Sie bewegen sich zum Beispiel an Altweiber durch die Innenstadt, kenntlich gemacht durch lila Westen mit selbstklebenden Reflexionsschildern auf welchen der Aufdruck „Hin-Gucker – gemeinsam durch den Karneval“ angebracht ist.

 

Sie verteilen Silikonkronkorken in Schlüsselanhängern, Süßigkeiten, Taschentücher und weitere, nützliche Goodies.

 

Falls ein Jugendlicher nicht mehr die Möglichkeit hat, über sein Telefon zu Hause anzurufen oder ein Taxi zu bestellen, können diese die Hin-Gucker ansprechen, um den Anruf über ein Projekt-Handy vorzunehmen.

 

Die „Hin-Gucker“ sind außerdem mit Notfalltelefon-Nummern der Einsatzkräfte der Polizei und des Ordnungsamtes, Taschenlampen und kleinen Reisenotfalltaschen ausgestattet.

 

Ziel dieses Projektes ist, für jugendliche Mädchen und Jungen ansprechbar  zu sein und diese zu begleiten - nicht die direkte Ansprache an Jugendliche zu halten, um in Situationen einzugreifen. Die Erwachsenen sollen lediglich den Mädchen und Jungen in der entsprechenden Situation durch ihre bloße Anwesenheit das Gefühl von „Schutz“ vermitteln oder andere Hilfsorganisationen informieren.

 

Mit dem Projekt „Hin-Gucker“ sollen Jugendliche davor bewahrt werden, in Situationen zu geraten, die sie selbst nicht mehr im Griff haben, für die sie aber dennoch die Verantwortung tragen müssen.

 

Die Erfahrungen aus diesem Projekt aus Skandinavien versprechen eine erfolgreiche Umsetzung. Die Jugendlichen dort bewerten den Einsatz von „vertrauten“ Erwachsenen als positiv, da sie jemanden haben, den Sie ansprechen können. Ebenso kann der Anblick von Erwachsenen im Straßenbild, die einem schulischen oder familiären Kontext zugeordnet werden, bewirken, dass Jugendliche sich in ihrem Trinkverhalten zurückhalten.

 

In Langenfeld haben sich in 2019 vier Erwachsene (je zwei weibliche und zwei männliche Personen) als „Hin-Gucker“ gemeldet, die sehr erfolgreich von Altweiber bis Rosenmontag täglich im Einsatz waren.

 

Der Kontakt zu den Jugendlichen verlief sehr positiv. Zwei Personen kommen aus dem Vereinssport und waren dadurch auch vielen Jugendlichen bekannt.

 

Das Projekt wurde mit 3.200 Briefen bei den Eltern der Schülerschaft der Klassen 5 bis 10 vorgestellt und beworben.

 

Wer in diesem Jahr an einer Mitarbeit bei diesem Projekt Interesse hat, kann sich noch bis zum 29. Januar 2020 bei Katharina Schenk, Telefon: 02173 / 7943103 oder per E-Mail: katharina.schenk(at)langenfeld.de melden.

 

- Quelle/Foto: Stadt Langenfeld


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