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Montag, 10. Februar 2020

Feuerwehr und Rettungsdienst rückten fast 81 000 Mal aus

Fast 81 000 Einsätze sind im vergangenen Jahr von den Disponenten in der Kreisleitstelle am Hammfelddamm koordiniert worden.

Rhein-Kreis Neuss - Schlaganfall, Atemnot, Brand in der Wohnung: In solch einem Notfall sollten Betroffene schnell die Nummer 112 wählen. Marcus Mertens, Leiter des Amtes für Sicherheit und Ordnung des Rhein-Kreises Neuss, weist zum Tag des Europäischen Notrufs am 11. Februar darauf hin, dass diese Nummer in allen Ländern der Europäischen Union einheitlich ist. „Die 112 ist vorwahlfrei, kostenlos und verbindet den Anrufer mit der örtlichen Notrufzentrale. Die alarmiert dann sofort Feuerwehr oder Notarzt“, erläutert Mertens.


Im Rhein-Kreis Neuss gehen alle Notrufe bei der integrierten Leitstelle für Rettungswesen, Feuer- und Katastrophenschutz ein. Insgesamt 80 929 Mal rückten im letzten Jahr Rettungsdienste und Feuerwehren aus. Die Feuerwehren im Kreisgebiet verzeichneten 2019 insgesamt 7 003 Einsätze. Häufig standen dabei technische Hilfeleistungen im Vordergrund, von der Personenrettung bei Verkehrsunfällen bis zum Sturmeinsatz bei abgeknickten Bäumen. 47 102 Mal schickte die Leitstelle im vergangenen Jahr den Notfall-Rettungswagen los und organisierte insgesamt 26 824 Krankentransporte.


Landrat Hans-Jürgen Petrauschke würdigt die Arbeit der Ehren- und Hauptamtler: „Hunderte Einsatzkräfte stehen täglich, 365 Tage im Jahr, rund um die Uhr, im Dienst für unsere Sicherheit und für unsere Gesundheit. Dies verdient unseren Respekt, unseren Dank und unsere Anerkennung.“ Es sei gut zu sehen, dass die Feuerwehren, die Kreisleitstelle, die Polizei und die Hilfsorganisationen im Kreis seit Jahren bewährt zusammen arbeiten – und dass die Helfer immer zur Stelle seien, wenn Hilfe benötigt werde.


Von der Kreisleitstelle am Hammfelddamm in Neuss aus koordinieren insgesamt 25 Disponenten – alles erfahrene Feuerwehrleute und ausgebildete Rettungsassistenten – im Schichtdienst die Einsätze der Feuerwehren und Rettungsdienste von Dormagen bis Meerbusch. Mit Hilfe einer strukturierten Abfrage ermitteln die Disponenten im Gespräch mit dem Anrufer, wo Hilfe benötigt wird, und alarmieren bei Bedarf die Feuerwehrkräfte und Helfer im Rettungsdienst.


Verbessert worden ist die Kommunikation zwischen Notfallzeugen und der Leitstelle mit der Technologie von „EmergencyEye“. Diese Software wird seit anderthalb Jahren erfolgreich in der Kreisleitstelle eingesetzt und erlaubt dem Disponenten den Fernzugriff auf das Smartphone des Anrufers. Dadurch kann der Leitstellenmitarbeiter nicht nur den Einsatz orten, sondern auch eine stabile Videoverbindung aufbauen. Diese Technik hat sich im Rahmen eines Pilotprojekts in der Leitstelle des Rhein-Kreises Neuss bewährt und ist schon jetzt so gefragt, dass sie bundesweit in immer mehr Leitstellen zum Einsatz kommt.

 

- Quelle: Rhein-Kreis Neuss

- Fotot: OZ


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