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Donnerstag, 20. Februar 2020

Hat der Brexit Auswirkungen auf den Flughafen München?

Viele Reisende hatten befürchtet, dass der Brexit-Vollzug Ende Januar 2020 erhebliche Auswirkungen auf den Flugverkehr zwischen Deutschland und Großbritannien haben könnte. Doch die Befürchtungen haben sich nicht bewahrheitet. Ein Blick auf die Auslastung der Parkplätze am Flughafen München und den dortigen Flugplan zeigt, dass es keine vom Brexit verursachten Streichungen von Linienflügen ins Königreich im Norden gab und gibt. Allerdings müssen sich Fluggäste spätestens im Jahr 2021 darauf einstellen, dass der Personalausweis für die Einreise nach Großbritannien nicht mehr reicht. Dieser Hinweis findet sich bereits auf der offiziellen Homepage der britischen Regierung.

 

Fluggastrechte bleiben vom Brexit vorerst unberührt

Unsicherheit gab es bis zuletzt auch hinsichtlich der Rechte der Fluggäste bei Ausfällen und Verspätungen. Die gute Nachricht lautet, dass zumindest bis zum Jahresende 2020 alles beim Alten bleibt. Passagiere haben bei Verspätungen und Ausfällen Anspruch auf die nach Zeit und Distanz gestaffelten Pauschalen. Haben Passagiere beispielsweise über Parkos einen Parkservice am Flughafen München gebucht, steigen pünktlich in den Flieger ein, aber der landet durch eine Panne verspätet in London, bestehen die Schadenersatzansprüche auch nach dem Ende der Übergangsfrist weiter. Das ergibt sich aus der Zusicherung der britischen Regierung. Danach sollen die EU-Regelungen zu den Fluggastrechten in vollem Umfang in nationales Recht übernommen werden. Auch will die britische Regierung die EU-weit geregelten Ansprüche bei Ausfällen und Verspätungen von Fähren, Eisenbahnverbindungen und Busverbindungen in Zukunft weiter anerkennen.

 

Müssen Reisende am Flughafen München durch den Brexit mehr Zeit einplanen?

Nein, es ist nicht nötig, beim Parkplatz Buchen am Flughafen München und der Ankunft am Gate eine längere Abfertigungszeit einzuplanen. Großbritannien hatte die Grenzkontrollen auch während der Zeit der EU-Zugehörigkeit nicht abgeschafft oder vermindert. Das heißt, durch den Brexit hat sich am Umfang und der notwendigen Zeit für die Sicherheitskontrollen vor Flügen nach Großbritannien nichts geändert. Allerdings besteht die Notwendigkeit, Regelungen für die Zeit nach dem Ablauf der Übergangsvereinbarungen zu treffen. Der Grund ist, dass Großbritannien mit dem Brexit auch die Europäische Agentur für Flugsicherheit (kurz EASA) verlässt. Aber auch hier sieht es aktuell so aus, als ergeben sich daraus für Fluggäste keine Konsequenzen. Wer am Flughafen München parken und jemanden abholen möchte, sollte sich nach der Übergangsfrist jedoch auf eine eventuell etwas längere Wartezeit einstellen. Ursache dafür ist der vom Brexit bedingte Wegfall der Zollfreiheit bei der Ein- und Ausfuhr von Waren. Dadurch ist damit zu rechnen, dass mehr abreisende und anreisende Fluggäste vom Zoll kontrolliert werden.


- Quelle: OZ

- Foto: http://www.freeimages.com/photo/no-frills-airplane-1-1534822 / Sepas Mohammadpour


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