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Mittwoch, 26. Februar 2020

Augen der Vergangenheit – Wir werden euch nicht vergessen

Kerpen - Anlässlich des 75. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz und Theresienstadt, sowie der Woche der Brüderlichkeit, hat der Kunstkurs der Oberstufe des Europagymnasiums Kerpen ein einzigartiges Projekt gestaltet. Die Intention ist es, die vielen Opfer des Nationalsozialismus in das kollektive Bewusstsein zurück zu rufen. Im Mittelpunkt sollen dabei vorrangig die Opfer aus Kerpen stehen.

 

Ohne die abschreckenden Bilder des Holocausts zu verwenden, wollen die Schüler ein stilles, gleichzeitig mahnendes Kunstprojekt entwickeln. Dabei wurde ihnen schnell klar, dass die Aktion nicht nur in der Schule stattfinden soll, sondern als Installation im Raum des öffentlichen Lebens ausgestellt werden muss. Daher suchte man einige Ausstellungsorte, die auf der beigefügten Karte zu sehen sind.

 

Ausstellungszeitraum: 9. März bis 29. März 2020

 

Detaillierte Projektbeschreibung
Im 17. Jahrhundert, weit vor der Zeit des Nationalsozialismus und dem damit verbundenen Holocaust, durfte die Stadt Kerpen erste jüdische Familien als neue Mitbürgerinnen und Mitbürger Willkommen heißen. Im Jahr 1857 lebten bereits 150 jüdisch stämmige Personen in der Kolpingstadt, welche neben einer Synagoge auch eine Elementarschule errichteten. Doch diese Gemeinschaft der Bürgerinnen und Bürger Kerpens wurde mit dem Aufstieg der Nationalsozialisten zerstört. Über 150 jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger, darunter auch viele Kinder, verloren durch die Gewaltherrschaft und den Nationalsozialismus auf tragischste Weise ihr Leben. Das jüdische Leben in Kerpen ist nie wieder in der Form zurückgekehrt, wie es damals gewesen ist.


Um an dieses schreckliche Ereignis zu erinnern, werden Fotographien von 15 Augenpaaren ermordeter jüdischer Bürgerinnen und Bürger der Stadt Kerpen auf einem 120 x 70 cm großen Bildträger aufgebracht. Zudem werden 2 große Werbeflächen in die Installation integriert. Unter den Augenpaaren befinden sich QR-Codes, die auf die Website mit weiteren Informationen verweisen. Hier ist das vollständige Gesicht der Person zu sehen, man erfährt den Namen und die Lebensdaten - der zunächst anonymen Person wird somit ein Gesicht und ein Name verliehen. Auf 7 weiteren Tafeln sind Zitate von Schriftstellern und Philosophen zum Holocaust abgedruckt. Diese werden ebenfalls im Zentrum der Stadt Kerpen platziert und stehen somit in einem direkten Dialog zu den Fotographien.
Ausstellungsorte

 

- Quelle/Karte: Kunstkurs der Oberstufe des Europagymnasiums Kerpen

 


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