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Freitag, 20. März 2020

Zu viel Stress: Anzeichen und Strategien gegen Burnout

Noch nie gab es so viele Krankschreibungen, die durch psychischen Stress bedingt sind, wie heute. Warum macht Stress uns heutzutage krank?


Stress ist nicht immer negativ zu sehen. In früheren Zeiten war Stress sogar lebensnotwendig. Wenn der Mensch in Gefahr ist, dann steht er unter Stress. Der Stress fährt den Kreislauf hoch, unsere Sinne werden in Alarmbereitschaft gesetzt und unsere Reaktion erfolgt dadurch schneller und gezielter. Es werden Kräfte freigesetzt und die Gefahr kann besser gemeistert werden.


Wann macht Stress krank?
Burnout und psychosomatische Störungen werden als Verursacher der vielen Krankschreibungen angesehen. Da der ursprüngliche Stress nicht krankmacht, muss sich im modernen Zeitalter etwas verändert haben. Der heutige Stress ist eher von Dauer. Er begegnet den Menschen praktisch überall. Druck bei der Arbeit, hier werden von Mitarbeitern Höchstleistungen und dauernde Erreichbarkeit gefordert. Schüler müssen während der Schulausbildung beste Zensuren abliefern. Studenten müssen in kürzester Zeit das Studium beenden, sonst haben sie keine Chancen im Beruf oder geldliche Zuwendungen werden ihnen gestrichen. Mütter sind doppelt belastet, durch Beruf und Haushalt. Letztendlich wird sogar in der Freizeit der Stress immer offensichtlicher.


Der dauerhafte und überall vorhandene Stress, ist der Grund, warum es zu Burnout und psychosomatischen Krankheiten kommt.


Welche Symptome werden durch Stress erzeugt?
Wie sich Stress beim Einzelnen zeigt, ist sehr individuell. Wer in Stress gerät, weiß, dass sich Puls, Atmung und Blutdruck verändern. Dauerstress kann daher zu Herz-, Atem und Kreislaufbeschwerden führen. Allgemein ist bekannt, dass viele Betroffene durch Appetitlosigkeit oder auch mit verstärktem Appetit reagieren. Da sind Magen- und Darmprobleme vorprogrammiert. Weitere Symptome können durchaus Tinitus, Migräne, Angstzustände, Rückenschmerzen oder ähnliche körperliche Beschwerden sein. Letztendlich reagiert oft sogar die Haut, als unser größtes Organ, auf dauerhaften Stress. Dadurch können Haarausfall, brüchige Fingernägel und Akne entstehen.


Solange nichts gegen den Druck im Berufs-und Privatleben unternommen wird, werden weder der Haarausfall, noch die Akne, trotz Behandlung, verschwinden.


Was tun, wenn der Urlaub keine Erholung mehr bringt?
Meist ist das erste Anzeichen für Stressbedingten Burnout, die Erkenntnis, dass der Urlaub keine wirkliche Erholung gebracht hat. Der Alltag holt Arbeitnehmer, Mütter, Studenten und Schüler schon ein paar Tage nach der Rückkehr in den Alltag, wieder ein. Erschöpfung, Depressionen und körperliche Beschwerden kommen schnell wieder, falls sie überhaupt verschwunden waren.


Ist es nur der berufliche Stress, dann kann ein Gespräch mit dem Vorgesetzten schon hilfreich sein. Bei akutem Stress fehlt dem Körper in der heutigen Zeit einfach der körperliche Ausgleich. Sport als Ausgleich bietet sich geradezu an, damit unser Körper wieder ins Gleichgewicht kommt. Da reicht schon ein schöner Spaziergang am Abend. Bewegung an der frischen Luft ist hilfreich, um besser einschlafen zu können, den Kopfschmerz und ein sich ankündigende Erschöpfungsdepression zu vertreiben. Zwei bis drei Mal in der Woche Sport treiben, das kann Schwimmen, Skifahren oder auch das Sportstudio sein.


Wer kein sportlicher Typ ist, der kann es mit Meditation, Entspannungsübungen oder auch Yoga versuchen. Wichtig bei Stress sind der körperliche und geistige Ausgleich. Allerdings sollte beim Auftreten von Symptomen unbedingt ein Arzt aufgesucht werden, damit die Ursachen und das weitere Vorgehen besprochen werden.

 

 

- Quelle: OZ

- Foto: de.freeimages.com/photo/the-stress-1473487 / carl dwyer

 


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