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Donnerstag, 21. Mai 2020

Engels-Sonderausstellung eröffnet

Wuppertal - „Die Corona-Pandemie hat alles verändert: Auch den Plänen für die eigentlich Ende März geplante Eröffnung der Engels-Sonderausstellung hat sie einen Strich durch die Rechnung gemacht. Ich freue mich umso mehr, dass so schnell ein funktionierender Hygieneplan erarbeitet und umgesetzt werden konnte, damit die Ausstellung den Besuchern nun offensteht“, sagt Wuppertals Oberbürgermeister Andreas Mucke. Und fügt hinzu: „Die Ausstellung ist wirklich klasse geworden: Interessant, anschaulich und unterhaltend. Kommen Sie in die Kunsthalle Barmen und lernen Sie die facettenreiche Persönlichkeit Friedrich Engels kennen!“

 

Wuppertals Kulturdezernent Matthias Nocke: „‚Friedrich Engels - Ein Gespenst geht um in Europa‘ ist die ultimative Friedrich Engels-Ausstellung im Jubiläumsjahr 2020, Vergleichbares zu Person und Persönlichkeit war jedenfalls in Deutschland noch nicht zu sehen. Ich danke Dr. Lars Bluma und seinem Team für diesen Höhepunkt des Engelsjahres, der dank gelockerter Infektionsschutzbestimmungen nun endlich in Wuppertal anlaufen kann.“

„Die Sonderausstellung zeichnet sowohl die biografischen Lebensdaten Friedrich Engels` nach, stellt ihn aber ebenso als ‚ganzen Menschen‘ dar und reduziert ihn nicht auf seine Rolle als Mitbegründer des Kommunismus“, erläutert Dr. Lars Bluma, Kurator und Leiter des Historischen Zentrums, das Konzept der Ausstellung „Friedrich Engels – Ein Gespenst geht um in Europa“. Und fügt hinzu: „Die Ausstellung schildert das bewegte Leben von Friedrich Engels zur Zeit der industriellen Revolution, das ihn vom Wuppertal aus nach Bremen, Berlin, Paris, Brüssel, Köln, Manchester und London führen sollte. Eine wahrhafte europäische Geschichte!“

 

Kuratorin Heike Ising-Alms freut sich über die große Unterstützung zahlreicher Leihgeber: „Mit über 300 Exponaten von über 30 Leihgebern können wir eine einmalige Ausstellung zu Leben und Wirken von Friedrich Engels zeigen, in der es für den Besucher viel zu entdecken gibt. Einige Exponate, wie zum Beispiel die historischen Fotografien von Manchester und das Taufkleid von Friedrich Engels, waren bisher noch nicht in einer Ausstellung in Deutschland zu sehen.“

„Die große Sonderausstellung des Historischen Zentrums gehört – neben der Wiedereröffnung des Engels-Hauses nach umfangreicher Sanierung zum 200. Geburtstag am 28. November 2020 – zu den Highlights des Engelsjahres. Wir freuen uns weiterhin auf spannende Veranstaltungen und darauf, in der zweiten Jahreshälfte und in den ersten Monaten des neuen Jahres ein kompakteres und intensiveres Festjahr zu feiern“, blickt Christoph Grothe, Engels2020-Projektgeschäftsführer, optimistisch in die Zukunft.

 

Chronologischer Aufbau der Ausstellung

Die Sonderausstellung „Friedrich Engels – Ein Gespenst geht um in Europa“ geht den Spuren, Stationen und Wirkungen eines Menschen nach, der nicht nur für die Frühgeschichte des Kommunismus steht, sondern der exemplarisch die Geschichte des 19. Jahrhunderts widerspiegelt. Dabei unterstützte ein wissenschaftlicher Beirat das Kuratoren-Team. Die Ausstellung richtet einen historischen Blick auf den Unternehmer, Philosophen und Sozialkritiker, Schriftsteller und Journalisten, Revolutionär und Visionär, aber auch auf den pflichtbewussten Sohn, treuen und großzügigen Freund und geselligen Gastgeber. Dazu dient eine enge Verzahnung von Biografie, Werk und Lebensorten Engels` als konzeptionelle Grundlage der Sonderausstellung. Mit vielen Exponaten, Werken, Bildern und vor allem zeitgenössischen Fotos werden Ereignisse, Lebens- und Arbeitswelt auf dem Weg in die Moderne gezeigt, wie auch Engels sie wahrgenommen hat.

 

Dabei ist die Ausstellung chronologisch aufgebaut und zeichnet Engels` Leben von der Geburt bis zum Tod nach. Die fünf Räume sind einzelnen Städten zugeordnet: Die Ausstellungsreise beginnt mit der Jugendzeit in Barmen (1820 bis 1838, Raum 1). Es folgen die Jahre in Bremen und Berlin, wo sich Engels aus der Enge des Elternhauses befreite, und sein erster Manchester-Aufenthalt (1838 bis 1845, Raum 2). Die Revolutionsjahre (1845 bis etwa 1850, Raum 3) erlebte Engels in Köln, Elberfeld, Paris und Brüssel, er ging selbst auf die Barrikaden und musste fliehen. 20 Jahre vertrat Engels anschließend in Manchester für den Vater das Unternehmen Ermen & Engels, das Nähgarn herstellte (1850 bis 1870, Raum 4), bevor er seinen Lebensabend in London verbrachte (1870 bis 1895, Raum 5) und nach dem Tod von Marx dessen Werk herausgab. Aus dem Kommunistischen Manifest stammt auch der Titel der Sonderausstellung – „Friedrich Engels - Ein Gespenst geht um in Europa“.

 

- Quelle:Stadt Wuppertal

- Foto: https://www.freeimages.com/photo/my-old-brushes-1313115 / Jorge Vicente


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