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Dienstag, 16. Juni 2020

Ortsumgehung Hermülheim: Was wird sich dadurch ändern?

Hürth - Im Herbst 2020 ist es endlich soweit: Die Ortsumgehung Hermülheim (b 265) wird fertiggestellt und die ersten Fahrzeuge werden über die Neubaustrecke rollen. Die Luxemburger Straße in Köln wird dann nicht mehr wie bisher mitten durch Hürth-Hermülheim laufen, sondern den Verkehr links um den Ort herumführen. Die Bewohner sehen der Fertigstellung hoffnungsvoll entgegen. Doch welche Vorteile bietet die neue Umfahrung für die Anwohner und die Umgebung wirklich? Und welche Gegenstimmen werden besonders laut?

 

Die neue Ortsumgehung wird hoffnungsvoll erwartet

Momentan ist noch nichts von den Vorteilen der neuen Ortsumgehung in Hermülheim zu spüren. Die Hauptverkehrsachse von Köln bis zur deutsch-belgischen Grenze verläuft mitten durch den Ortsmittelpunkt von Hermülheim, einem Stadtteil von Hürth. Was früher von der Hürther Bevölkerung durchaus noch erwünscht war, wird heute nicht mehr als tragbar empfunden. Eine Fernstraße, die direkt durch den Ort führt, bedeutet nicht nur mehr Verkehr, sondern auch Einschränkungen der Wohnqualität und -attraktivität in Hermülheim. Stadt und Bürger erhoffen sich viel von der Verlagerung der sehr stark befahrenen Strecke und deren Verbreitung auf vier Spuren.

 

Auswirkungen für Anwohner

Zunehmende Motorisierung bedeutet besonders eins: dichterer Verkehr und damit mehr Lärm. Besonders wenn eine Hauptverkehrsachse mitten durch einen Ort verläuft, müssen Anwohner mit Lärm- und Abgasbelastung umgehen. Die bürgerrechtlichen Stimmen wurden in der Vergangenheit deswegen immer lauter: Eine Ortsumgehungsstraße muss her. Vor allem durch den Berufsverkehr gehört aktuell ein kilometerlanger Stau bereits vor der Ortsgrenze und damit auch eine überdurchschnittliche Stickstoffdioxidbelastung zur Tagesordnung. Durch die Verlagerung des Verkehrs soll innerorts wortwörtlich aufgeatmet und die ländliche Ruhe wieder genießbar werden.

 

Auswirkungen auf die Ortsattraktivität

Der sinkende Verkehr bietet aber nicht nur für den hohen Lärmpegel eine Lösung, sondern ist auch für die Ortsattraktivität durchaus vorteilhaft. Die Bewohner von Hermülheim haben keinen Platz, an dem sich die Gemeinschaft versammeln kann. Der bisher fehlende Ortsmittelpunkt könnte durch die Verkehrsumleitung nun aber endlich umgesetzt werden. Damit wäre Platz für einen gemeinschaftlichen Treffpunkt mit Bänken und Bücherschränken sowie für attraktive Außen-Gastronomien geschaffen. Neben der sehr guten Verkehrsanbindung an die umliegende Großstadt Köln, punktet der Ort damit nicht mehr nur als Vorort, sondern auch durch eine gesteigerte Lebensqualität für die Bewohner.

 

Auswirkungen auf den Immobilienmarkt

Neben dem neuen gemeinschaftlichen Treffpunkt im Ortskern profitieren auch die angrenzenden Wohngebiete von der Umgehungsstraße. Die Attraktivität des Ortes wird durch die neu gewonnene Verkehrsruhe steigen. Sowohl für die einheimischen Bewohner als auch für Zuzügler. Durch die unmittelbare Nähe und der sehr guten Verkehrsanbindung zur Metropole Köln in Kombination mit der guten Infrastruktur und dem abwechslungsreichen Freizeitangebot innerorts ist Hermülheim ein echter Geheimtipp. Das Repertoire reicht von einem großen Kino, über ein Einkaufszentrum bis hin zum Familienbad und einem Erlebnisbauernhof. Nicht verwunderlich dabei ist natürlich, dass die Nachfrage an Immobilen in der Region rasant steigt, wie mehrere Immobilienmakler aus Hürth bestätigen. Wer noch auf der Suche nach einem schönen Zuhause in Hermülheim ist, sollte also schnell sein.

 

Klimarechtliche Gegenstimmen

Neben den positiven Stimmen lassen sich aber auch Stimmen vernehmen, die der Fertigstellung der Umgehungsstraße kritisch gegenüberstehen. Im Mittelpunkt steht dabei eine klimaschutzrechtliche Debatte. Anstelle der Förderung von Einzelpersonenverkehr sollten die hohen Investitionen lieber in die Förderung von öffentlichen Verkehrsmitteln fließen. Insbesondere durch den Pendlerverkehr bedeutet dies eine weitere zusätzliche Umweltbelastung. Ebenso bemängelt wird der fehlende Fahrradweg an der neuen Umgehungsstraße, die das klimafreundliche Verkehrsmittel nicht begünstigt, sondern sogar verhindert.

 

- Quelle: OZ 

- Bild: https://de.freeimages.com/photo/a4-highway-1368422 / Kamil Dratwa

 

 


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