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Sonntag, 19. Juli 2020

Obsternte auf städtischen Obstwiesen wird gut angenommen

Bochum - In der Stadt Bochum ist auf 14 Obstwiesen das Pflücken und Ernten für alle Menschen erlaubt. Die Kirschensaison ist nun fast vorbei und bevor es mit Mirabellen, Pflaumen und Sommeräpfeln weitergeht, zieht Sina Friedrich vom Umwelt- und Grünflächenamt ein positives Zwischenfazit: „Wir haben dieses Jahr deutlich weniger abgebrochene Äste und beschädigte Bäume als in den Vorjahren“, freut sich Friedrich. Sie ist bei der Stadt für die Anlage und Pflege der Obstwiesen zuständig. Am niedergetretenen Gras und den abgeernteten Ästen kann sie gut erkennen, dass so einige Bochumerinnen und Bochumer schon vor Ort waren, um etwas Obst zu naschen oder zu pflücken.

Die Erntesaison auf den Obstwiesen beginnt im Juni mit den Kirschen. Reine Kirschbaumreihen und sogar eine Kirschenallee finden sich in Leithe (Schulte Kemna) und am Bövinghauser Hellweg. Alles, was aus dem Stand erreicht werden kann, ist bereits abgeerntet, die Kirschen in den Wipfeln holen sich die Amseln und andere Vögel. Da Anleitern und in die Bäume klettern nicht erlaubt ist, empfiehlt Friedrich die Verwendung eines Obstpflückers: „Es gibt Obstpflücker mit einem Teleskopstiel. Damit erreicht man auch noch Früchte in drei bis vier Metern Höhe und es schont die Bäume. Bei allen Früchten, bis auf Kirschen, kann man aber auch gut das Fallobst aufsammeln und zu Mus, Marmelade oder für Kuchen verarbeiten.“

Ab Ende Juli geht die Ernte weiter mit Mirabellen, Pflaumen und Sommeräpfeln. Die sind aber nicht auf allen 14 Obstwiesen vorhanden. „In der Hauptsache dienen die städtischen Obstwiesen dem Natur- und Artenschutz“, so Friedrich. „Die Ernte für Alle ist eher ein angenehmer Nebeneffekt“. Deshalb könne man die Ernte nicht mit der auf Obsthöfen vergleichen, die Obst gewerblich anbauen und verkaufen. Besondere Öffnungszeiten gibt es nicht, Zäune sucht man vergeblich. Die städtischen Bäume sind meist noch sehr jung und bringen nur wenig Ertrag. Da es immer Hochstämme sind, kommt man an das meiste Obst nicht aus dem Stand heran. Aber schließlich wachsen die Bäume noch und bringen dann mehr Ertrag. Im Moment legt die Stadt zwei weitere Obstwiesen an, die dann in Zukunft bei erfolgreicher Anzucht auch Aprikosen für alle Schleckermäuler bereithalten.

Informationen zu den Obstwiesen und den Nutzungsregeln finden Interessierte unter www.bochum.de/obstwiesen.

 

- Quelle/Foto: Stadt Bochum


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