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Ehrenamt 2007: Empfang für freiwillig engagierte Bürgerinnen und Bürger am 20. November 2007 (Namensliste)




Bürgermeister Dr. Karl August Morisse:

 

Meine sehr verehrten Damen und Herren ,

im Namen von Rat und Verwaltung sowie persönlich begrüße ich Sie herzlich im Dr.-Köster-Saal. Ich freue mich, dass Sie der Einladung zu Ihrem Empfang gefolgt sind. Die Stadt dankt Ihnen mit ihm für Ihr vorbildliches bürgerschaftliches Engagement. Zugleich will sie bewusst machen, dass jedes selbstlose Tun den Dank und die Anerkennung der gesamten Bürgerschaft verdient.

Ein besonderer Gruß gilt den 12 Damen und Herren, die heute für ihr verdienstvolles Wirken ausgezeichnet werden.

 

Weiterhin begrüße ich die Repräsentanten

- der Vereine,

- der ehrenamtlich tätigen sozialen Einrichtungen,

- der Kirchen und Glaubensgemeinschaften

- sowie alle, die sich in oder außerhalb von Organisationen freiwillig engagieren.

 

Sie, meine verehrten Damen und Herren, sind seit vielen Jahren - häufig sogar Jahrzehnten - ohne materiellen Lohn für andere tätig. Ihnen sind Frust und Freude der freiwilligen Arbeit bestens vertraut. Sie lassen sich auch durch Enttäuschungen nicht entmutigen. Worte des Dankes sind nur selten und häufig besteht Ihr einziger Lohn in Empfindungen der Zufriedenheit, die Sie aus Ihrem uneigennützigen Handeln gewinnen.

Ich bin sehr froh darüber, dass erneut viele Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker am Empfang teilnehmen. Sie unterstreichen durch ihre Anwesenheit die Bedeutung freiwilligen Engagements und ihre Wertschätzung für die ehrenamtlich Tätigen.

 

Ich begrüße

- meine Vertreterinnen Elisabeth Rehmann und Marlies Stroschein

und stellvertretend für die Ratsmitglieder

- den Vorsitzenden der CDU-Fraktion Werner Theisen,

- den Vorsitzenden der SPD-Fraktion Rolf Uebach,

- die Sprecherin der FDP-Fraktion Luzia Kilias,

- den Sprecher von Bündnis 90 / DIE GRÜNEN, Thomas Roth

- den Sprecher des Bürgervereins Willy Heinrichs.

 

Ein herzlich Willkommen rufe ich auch unserem Ehrenbürger Hans Umpfenbach zu, sowie der Trägerin und den Trägern der Ehrennadel, die nicht mehr im Rat sind:

- Lotte Peltzer,

- Kurt Jansen,

- Herbert Uhr und

- Ekkehard Guth.

 

Ich grüße die Ortsvorsteherin Maria Schmitz sowie die Ortsvorsteher Peter Abs, Josef Klaes, Jörn Meier und Hansjakob Wolff.

Aus dem Verwaltungsvorstand heiße ich die Herren Beigeordneten Wolfgang Thelen und Florian Herpel herzlich willkommen.

Ich grüße den Vorsitzenden des Ausländerbeirates Hasan Akdogan und den Vorsitzenden des Seniorenbeirates Rolf Behrmann.

Dank sage ich auch den Vertretern der Presse für ihr Interesse an der Veranstaltung.

 

Freiwilligenarbeit ist weiter verbreitet, als häufig vermutet wird. Es gibt glücklicherwei-se viele Beispiele dafür, dass Werte wie Mitmenschlichkeit und Solidarität unverändert gelten. Wenn bisweilen ein anderer Eindruck entsteht, liegt dies vor allem daran, dass viel Gutes im Stillen geschieht. Das Unspektakuläre hat leider keinen hohen Nachrich-tenwert.

 

Es ist nicht selbstverständlich, sondern etwas Besonderes, wenn sich Menschen ohne materiellen Lohn für ihren Nächsten, ihren Verein, ihre Kirche und unsere Stadt einsetzen oder unentgeltlich in Kindertagesstätten, Schulen, Organisationen der Wirtschaft, Gewerkschaften und Verbänden, Parteien und Initiativen mitarbeiten oder als Schiedsleute und Schöffen zum Wohle der Allgemeinheit tätig werden.

 

Wir können stolz darauf sein, dass es in Pulheim mehrere tausend Einwohnerinnen und Einwohner gibt, die ehrenamtlich tätig sind. Sie engagieren sich aus dem Wunsch, zu helfen oder weil sie einen Beitrag zur gesellschaftlichen Entwicklung leisten wollen. Sie stellen ihr Wissen, ihre Erfahrung, ihre Fähigkeiten und vor allen Dingen ihre Zeit zur Verfügung,

ohne mit einer Entschädigung zu rechnen. Ihnen verdanken wir vielfältige unverzichtbare und nützliche Angebote, die ohne sie entfallen würden. Die öffentliche Hand könnte niemals finanzieren, was das Ehrenamt leistet.

 

Ein Schwerpunkt bürgerschaftlichen Engagements ist die Vereinsarbeit. Vereine können ihre selbst gestellte Aufgabe nur erfüllen, wenn Mitglieder Führungsaufgaben übernehmen oder sich an der Organisation des Vereinslebens zu beteiligen. Leider wird es kontinuierlich schwieriger, Menschen zu finden, die hierzu bereit sind. Die Konsequenz ist, dass immer häufiger die Gleichen über viele Jahre die Lasten tragen. Diesen Idealisten danke ich ganz besonders. Gäbe es sie nicht, würde das beeindruckend breite sportliche, kulturelle und soziale Angebot der Pulheimer Vereine an die Bürgerschaft schnell ausdünnen und damit auch die Attraktivität Pulheims deutlich sinken.

Die Stadt dankt allen, die in den Kirchen mitarbeiten oder in Wohltätigkeitsorganisationen und Selbsthilfegruppen. Vor allem im sozialen Bereich stünden viele Menschen allein und hilflos da, wenn es keine Freiwilligen gäbe, die zupacken, wenn Hilfe benötigt wird.

 

Die Vertreterinnen und Vertreter der Stadt denken mit Hochachtung an die Mitbürgerinnen und Mitbürger, die sich um Kranke kümmern oder Sterbende betreuen. Wir sind dankbar dafür, dass es Menschen gibt, denen die Eingliederung von Behinderten am Herzen liegt oder die sich für die Integration von Migrantinnen und Migranten einsetzen. Wir wissen, wie wertvoll es ist, wenn Bürgerinnen und Bürger zum Schutz von Umwelt, Klima und Natur tätig werden.

 

Dank und Anerkennung verdienen auch die Bürgerinnen und Bürger, die im Rat und seinen Gremien mitarbeiten. Sie investieren viel Zeit und Energie, um Pulheim voranzubringen Meine sehr verehrten Damen und Herren, in den vergangenen Monaten und vor allem während der Sommerferien sind an vielen Stellen im Stadtgebiet Aufkleber und Schmierereien mit rechtsextremem Gedankengut angebracht oder aufgesprüht worden. Die Parolen haben Sorge und Ängste ausgelöst und dies insbesondere bei Mitbürgerinnen und Mitbürgern, die wissen, zu welchen Verbrechen menschen verachtende Einstellungen führen können.

 

Der Staat allein kann die Ausbreitung des Rechtsextremismus nicht verhindern. Er braucht die Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger. Der zivilgesellschaftliche Widerstand ist unendlich wichtig. Erleben Rechtsextreme, dass ihr Verhalten und ihre Thesen auf eine breite Ablehnungsfront stoßen, ziehen sie sich meist zurück. Wer engagiert sich schon, wenn er keine Wirkung erzielt.

 

Das deutliche Nein erfordert allerdings Zivilcourage. Es freut mich deshalb sehr, dass die Mitglieder der Schülervertretung der Geschwister-Scholl-Schule und weitere Schülerinnen und Schüler nicht weggeblickt haben. Sie haben mit Veranstaltungen in der Schule, Aktionen in der Öffentlichkeit und in vielen Stellungnahmen Position gegen den Ungeist bezogen. Sie sind dem Vermächtnis der Geschwister Scholl gerecht geworden. Im Namen der Stadt und persönlich stelle ich ausdrücklich fest, dass ihre Zivilcourage Dank und Anerkennung verdient.

Es ist vorgeschlagen worden, künftig auch Menschen, die Bürgermut bewiesen haben, bei diesem Empfang oder in einem angemessenen anderen Rahmen öffentlich zu ehren. Ich stehe dem sehr positiv gegenüber.

Der Rat und die Verwaltung legen größten Wert auf eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit allen bürgerschaftlich Engagierten. Leider ergibt sich im Alltag nur selten die Gelegenheit, die Verbundenheit mit ihnen zum Ausdruck zu bringen. Ich freue mich, dass wir heute miteinander sprechen können.

Frau Daniela Bosenius wird uns nun mit beschwingten Liedern erfreuen. Ihre Schwester Stefanie Bosenius begleitet sie. Nach dem ersten Teil ihres 20minütigen Musikprogramms findet die Ehrung statt. Herr Springob wird die Damen und Herren in alphabetischer Reihenfolge aufrufen und den Kern ihrer Verdienste darstellen.

Für die Organisation und Durchführung des heutigen Abends danke ich Herrn Beigeordneten Florian Herpel und dem Leiter der Sportabteilung, Herrn Winfried Ritter sowie seinen Kolleginnen Cornelia Schöll und Doris Rumpf herzlich.

Ihnen, meine sehr verehrten Damen und Herren, wünsche ich einen anregenden Abend.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

 

 

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